
Das Mutual Aid HEAT
In einem einwöchigen Event trainieren wir solidarische Hilfe in Stresssituationen, wir organisieren uns als Menschen die sich Aktiv einbringen wollen, um gemeinsam handlungsfähig zu sein und zu bleiben, und wir machen erste Lernerfahrungen in vier praktischen Trainingssträngen.
Wir planen ein Event für diejenigen, die die Bedrohung durch Kollaps und Autoritarismus so ernst nehmen wie wir; die wissen, dass wir uns jetzt auf Klimakatastrophen, auf autoritäre Machtübernahmen, auf Systemzusammenbrüche, auf weniger Unterstützung durch den Staat vorbereiten müssen, nicht erst in ein paar Jahren; und die wissen, dass sich für eine Zukunft mit zunehmenden Katastrophen vorbereiten bedeutet, jetzt Zeit und Ressourcen in diese Vorbereitung zu investieren.
20.-27.09.2026, Alte Hölle, Brandenburg
Ankunft Sonntagnachmittag, Beginn mit einem gemeinsamen Plenum, ab Montagmorgen starten die Trainings und Szenarien, Abreise Sonntagmittag.
Fünf Tage Training + Zwei Tage Szenario
Fünf Tage Training mit kleinen Szenarien in der fiktiven Welt, zwei Tage das Gelernte in einem großen Szenario durchspielen, danach gemeinsam die Erfahrung reflektieren.
Vier praktische Trainingsstränge
Teilnehmende können wählen zwischen 4 inhaltlichen Strängen: Kommunikation, Kollektiver Selbstschutz, Versorgung und Logistik, Medizinischer und emotionaler Support.
150-200 Teilnehmende
Wir wollen, dass aus diesem Event praktische Organisierung entsteht, weshalb es auch kein “offenes” Event ist. Stattdessen werden wir schon im Vorfeld des Camps mit potenziellen Teilnehmenden kommunizieren und einen Auswahlprozess organisieren.
Ticketpreis: 300-400€
Da wir wahrscheinlich nur begrenzt an institutionelle Fördergelder herankommen, werden wir Teilnehmer*innenbeiträge erheben müssen. Wir versuchen aber alles, damit möglichst keine Teilnahme am Geld scheitert.

WARUM
Die Zeit der Krisen
Es braucht nicht viel Fantasie, um sich vor Augen zu führen, dass es zunehmend zu Katastrophen um uns herum kommt. Von der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 über die Corona-Pandemie, die Überschwemmungen im Ahrtal bis zu den Waldbränden in Brandenburg, Griechenland oder Spanien oder auch der Flutkatastrophe in Valencia. Gleichzeitig sehen wir in Europa eine zunehmende Faschisierung und Militarisierung, die es der Zivilgesellschaft immer schwerer machen, handlungsfähig zu bleiben. Was die Krisen allerdings gemeinsam haben, ist, dass sich immer mehr Menschen organisieren, um gemeinsam solidarisch handlungsfähig zu werden und zu bleiben.
Solidarische Strukturen bedeuten aber nicht nur, sich umeinander zu kümmern, sprich, Mutual-Aid-Gruppen aufzubauen. Es bedeutet auch, politischen Aktivismus voranzutreiben, bestehende Macht- und Herrschaftsstrukturen zu hinterfragen und sich zu organisieren. Queere Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund und viele weitere Betroffene sind besonders davon bedroht, aktiv von Menschen angegriffen oder vernachlässigt zu werden. Diese Gleichzeitigkeit machen wir erlebbar und trainierbar, um langfristig solidarisch und aktivistisch handlungsfähig zu bleiben.

Jetzt anmelden und mit uns handeln lernen
Die 4 Trainingsstränge
Teilnehmende melden sich für nur einen dieser Trainingsstränge an und sind den kompletten Zeitraum vor Ort - wir wollen uns fokussieren und in die Tiefe gehen.
Das Szenario
In einem praxisnahen Training, das in einer fiktiven Welt stattfindet, erhältst du die einzigartige Gelegenheit, aus dem Alltag auszubrechen, Training und Aktivismus neu zu erleben! Dieses Training bietet dir die Möglichkeit, in einem sicheren Rahmen Handlungen auszuprobieren, Emotionen zu verarbeiten und von Menschen begleitet zu werden. Kennen wir nicht alle das Phänomen, dass wir in einem Training waren, etwas Neues gelernt haben und sobald wir es anwenden sollen, das Gelernte nicht mehr abrufbar ist?
Standard-HEAT-Trainings gehen immer wieder aus einer Szene heraus, bauen kurze Rollenspiele ein und machen theoretisches Wissen in kurzen Abständen erfahrbar. Wir werden eine Welt schaffen, in der ihr als Teilnehmer*innen von Anfang an immer weiter mit dabei seid. Wiederkehrende Charaktere und Szenarien, die aufeinander aufbauen, machen erlebbar, was es heißt, handlungsfähig in einer Storyline zu sein. Weil Deine Entscheidungen und Dein Verhalten mit Dir und Deiner Gruppe nicht nach jeder Szene enden, schaffen wir ein Miteinander, in dem ein Bewusstsein dafür geschaffen werden kann, langfristig solidarisch miteinander in der Krise umzugehen, sich zu organisieren und über das Theoretische hinaus solidarisch zu bleiben.


